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„Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, weiß der Volksmund zu berichten. Und so ist oft zu beobachten, dass Kinder von Aquarianern in Mutters oder Vaters Fußstapfen treten. Schon früh wird der Wunsch zu einem eigenen Aquarium laut und stößt natürlich auf offene Ohren. Gerne ist man bereit, dem Kind ein Aquarium einzurichten. Leider oft mit dem Hintergedanken, im Aquarium des Kindes die eigenen Nachzuchten großziehen zu können. So wird aus dem Aquarium des Kindes eine Zweigstelle der Zucht der Eltern, mit dem Ergebnis, dass das Kind bald das Interesse verliert und sich anderen Dingen zuwendet. Es ist wichtig, dass der junge Mensch sein Hobby selbständig entwickeln kann. Gerade der junge Jugendliche benötigt feste Interessensgebiete, die ihn beschäftigen und für die er seine Freizeit gerne opfert. Deswegen und durch die Verantwortung seinen Tieren gegenüber ist er für die negativen Einflüsse unserer Zeit nicht so leicht empfänglich. Auch wenn sich dem erfahrenen Aquarianer beim Anblick von versunkenen Galeeren, Knochenfritzchen, blubbernden Muscheln und sich öffnenden Schatzkisten die Haare sträuben, sollte man das Kind gewähren lassen. Dass mal ein Spielzeugauto im Aquarium liegt, gehört halt auch zum Kinderzimmer. Die Fische wird’s mit Sicherheit kaum stören. Liebend gerne hätte ich als Kind eine versunkene Galeere in meinem Aquarium gehabt. Leider gab es so etwas damals nicht zu kaufen. Also habe ich das Plastikmodell eines Fischkutters zerbrochen und in den Bodengrund meines Aquariums gesteckt. Ich habe mich riesig darüber gefreut, wenn kleine Fische in den offenen Rumpf geschwommen sind. Das ist allerdings nicht zur Nachahmung empfohlen, denn Kunststoffe können giftige Substanzen an das Wasser abgeben, die zu Vergiftungen bei den Fischen führen. Im Fachhandel gibt es außer vielen anderen unbedenklichen Dekorationsgegenständen auch versunkene Schiffe und Galeeren. Wichtig ist, dass die Biologie des Aquariums stimmt, lebende Pflanzen und biologische Filter für gesundes Wasser sorgen, verträgliche Fische vergesellschaftet sind und die Wasserwerte den Bedürfnissen der Fische entsprechen. Und dass diese – in den Augen des Kindes – Nebensächlichkeiten in Ordnung gehen, dafür kann der Papa doch mit seiner Erfahrung sorgen. Aus dem Spaß heraus und unter sachkundiger Anleitung wird das Kind den Sachverhalt mit der Zeit verstehen und bald die Pflege alleine durchführen wollen. Und dann ist sein Aquarium oft besser in Schuss als das mancher erfahrener alter Hasen. Dieter Untergasser |
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